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27 décembre 2016 2 27 /12 /décembre /2016 10:29

France and Africa relations: France plunders 440 billion Euros per year from Africans

Kimpavitapress, December 26, 2016   

A German financial newspaper revealed that France is looting 440 billion euros each year to Africans through the CFA Franc currency.

The CFA Franc is One of two African regional currencies backed by the French treasury, and pegged to the euro. CFA franc can refer to two either the Central African CFA franc or the West African CFA franc. Although they are separate currencies, the two are effectively interchangeable as they have the same monetary value against other currencies. However, they could theoretically have different values only if France decides it.

The CFA franc was created in 1945 following the end of the Second World War. Previously, French colonies had their currencies pegged to the French franc, but the Bretton Woods Agreement ratified in 1945 had the French franc pegged to the dollar, devaluing the French Franc. By creating a new currency, the CFA Franc, France was able to avoid devaluating currencies in its colonies

Between 1945 and 1958 CFA stood for “colonies françaises d’Afrique”, referring to former African colonies of France. Between 1958 and the independence of the nations using the CFA in the early 1960s stood for “communauté françaises d’Afrique” (French Community of Africa). Finally after independence and to this day it stands for “Communauté financière d’Afrique” (African Financial Community)

“The French government collects from its former colonies each year 440 billion euros of taxes. France relies on the revenues coming from Africa, so as not to sink into economic insignificance.”

Here the German version of the story:
 

Frankreich kann seinen Status nur mit Ausbeutung der ehemaligen Kolonien halten

Deutsche Wirtschafts Nachrichten, 15.03.15 

Der französische Staat kassiert von seinen ehemaligen Kolonien jährlich 440 Milliarden Euro an Steuern. Frankreich ist auf die Einnahmen angewiesen, um nicht in der wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit zu versinken, warnt der ehemalige Präsident Jacques Chirac. Der Fall zeigt: Eine gerechte Welt ist schwer möglich, weil die ehemaligen Kolonialmächte von der Ausbeutung selbst abhängig geworden sind. 

In den 1950er- und 60er-Jahren entschieden die afrikanischen Kolonien Frankreichs, sich unabhängig zu machen. Zwar akzeptierte die Regierung in Paris die Unabhängigkeitserklärungen formal, verlangte jedoch, dass die Länder einen sogenannten „Pakt zur Fortsetzung der Kolonialisierung“ unterzeichnen. Darin verpflichteten sie sich, die französische Kolonialwährung FCFA („Franc für die Kolonien Frankreichs in Afrika“) einzuführen, das französische Schul- und Militärsystem beizubehalten und Französisch als Amtssprache zu etablieren.

Aufgrund dieses Gesetzes sind 14 afrikanische Staaten nach wie vor dazu verpflichtet, etwa 85 Prozent ihrer Währungsreserven in der französischen Zentralbank in Paris zu lagern. Dort unterstehen sie der direkten Kontrolle des französischen Finanzministeriums. Die betroffenen Länder haben keinen Zugang zu diesem Teil ihrer Reserven. Sollten ihre verbleibenden 15 Prozent Reserven nicht ausreichen, müssen sie sich die zusätzlichen Mittel vom französischen Finanzministerium zu marktüblichen Zinsen leihen. Seit 1961 kontrolliert Paris so die Währungsreserven von Benin, Burkina Faso, Guinea-Bissau, Elfenbeinküste, Mali, Niger, Senegal, Togo, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Kongo, Äquatorialguinea und Gabun.

Zudem müssen diese Länder jährlich ihre „kolonialen Schulden“ für die von Frankreich errichtete Infrastruktur an Paris überweisen, wie Silicon Africaausführlich berichtet. So nimmt Frankreich rund 440 Milliarden Euro jedes Jahr ein. Die Regierung in Paris verfügt auch über ein Vorkaufsrecht auf alle neuentdeckten Rohstoffvorkommen in den afrikanischen Ländern. Und schließlich müssen französische Unternehmen bei der Vergabe von Aufträgen in den Ex-Kolonien bevorzugt behandelt werden. Als Folge dessen befinden sich dort die meisten Vermögenswerte in den Bereichen Versorgung, Finanzen, Transport, Energie und Landwirtschaft in den Händen französischer Konzerne.

Die Führungselite der jeweiligen Länder hat keine andere Wahl als die Forderungen zu erfüllen. Sollten sich die afrikanischen Politiker weigern, droht ihnen ein Attentat oder der Sturz der Regierung. In den letzten 50 Jahren fanden insgesamt 67 Coups in 26 afrikanischen Ländern statt. 16 dieser 26 Länder waren ehemalige Kolonien Frankreichs.

Ein Beispiel hierfür ist der erste Präsident des westafrikanischen Togo, Sylvanus Olympio. Er weigerte sich den „Pakt zur Fortsetzung der Kolonialisierung“ zu unterzeichnen. Doch Frankreich bestand darauf, dass Togo Entschädigung für die Infrastruktur zahlt, die die Franzosen während der Kolonialzeit errichtet hatten. Die Summe belief sich jährlich auf rund 40 Prozent des Haushaltes von Togo im Jahr 1963 und brachte das gerade erst unabhängige Land schnell an seine wirtschaftlichen Grenzen.

Darüber hinaus entschied der neue Präsident Togos, die französische Kolonialwährung FCFA abzuschaffen und eine eigene Landeswährung zu drucken. Nur drei Tage nach dieser Entscheidung wurde die neue Regierung von einer Gruppe ehemaliger Fremdenlegionäre gestürzt und der Präsident getötet. Der Anführer der Legionäre, Gnassingbe Eyadema, erhielt umgerechnet 550 Euro von der lokalen französischen Botschaft für das Attentat, wie der britische Telegraph berichtet. Vier Jahre später wurde Eyadema mit Unterstützung aus Paris der neue Präsident von Togo. Er etablierte eine tyrannische Diktatur in dem westafrikanischen Land und hielt sich bis zu seinem Tod im Jahr 2005 an der Macht.

In den folgenden Jahren griff die Regierung in Paris immer wieder auf ehemalige Fremdenlegionäre zurück, um unliebsame Regierungen in den Ex-Kolonien zu stürzen. So wurde der erste Präsident der Zentralafrikanischen Republik, David Dacko, im Jahr 1966 durch ehemalige Mitglieder der Fremdenlegion gestürzt. Ebenso erging es dem Präsidenten Burkina Fasos, Maurice Yaméogo, und dem Präsidenten von Benin, Mathieu Kérékou. Und auch der erste Präsident der Republik Mali, Modiba Keita, fiel im Jahr 1968 einem Putsch von Ex-Legionären zum Opfer. Nur wenige Jahre zuvor hatte auch er beschlossen, die französische Kolonialwährung abzuschaffen.

Im Gegensatz dazu haben sich die anderen Kolonialmächte von solchen Maßnahmen verabschiedet. Großbritannien musste seine Lektion bereits im Zuge der Amerikanischen Revolution von 1763 lernen. Auslöser war die Entscheidung Großbritanniens, den amerikanischen Kolonien die Kosten für den gerade beendeten Franzosen- und Indianerkrieg aufzubürden. Der Protest dagegen mündete in der „Boston Tea Party“ und schließlich im Unabhängigkeitskrieg und der Gründung der Vereinigten Staaten 1776. Im Jahr 1778 verabschiedete das britische Parlament den „Taxation of Colonies Act“. Darin verzichtete Großbritannien künftig auf Steuern und Abgaben auf Umsätze in den Kolonien „British America“ und „British West Indies“.

Gleiches gilt für die ehemaligen Kolonien Australien und Kanada. Zwar gehören diese nach wie vor zum „Commonwealth of Nations“ und unterstehen damit formal dem britischen Königshaus, doch die Steuerhohheit liegt spätestens seit der Unabhängigkeitserklärung der Länder Anfang des 20. Jahrhunderts ausschließlich bei den dortigen Regierungen.

Auch die ehemalige Kolonialmacht Niederlande erhebt keinerlei Steuern mehr auf seine ehemaligen Einflussgebiete in Südamerika und Südostasien. In Südostasien seien die Finanzen Anfang des 20. Jahrhunderts aufgrund verheerender Kriege so desaströs gewesen, dass die Niederlande ihre Kolonien regelmäßig finanziell stützen mussten. Das Königreich trennte sich von einem Großteil seiner Kolonien bereits Anfang des 19. Jahrhunderts. Zuletzt verließen die niederländischen Antillen im Oktober 2010 das Königreich. Lediglich die Karibikinseln Aruba, Curaçao und Sint Maarten sind nach wie vor Bestandteil des Königreichs der Niederlande.

Die politische Elite Frankreichs denkt dagegen nicht im Geringsten daran, die Relikte aus der Kolonialzeit zu beseitigen und die ehemaligen Kolonien in die vollständige Unabhängigkeit zu entlassen. Vielmehr scheint in Paris die Befürchtung vorzuherrschen, dass man ohne die Einnahmen aus Afrika in der wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit versinken könnte. Schon der ehemalige französische Präsident Jacques Chirac sagte im März 2008: „Ohne Afrika würde Frankreich in den Rang eines Drittweltlandes abrutschen.“

Loose machine translation:

France can hold its status only with exploitation of the former colonies

The French state takes from its former colonies annually 440 billion euros in taxes. France is dependant on the incomes, in order not to sink in economic insignificance, warns former president Jacques Chirac. The case shows: A fair world is with difficulty possible, because former colonial powers became dependant on the exploitation.

In the 1950er and 60's-years the African colonies of France decided to make themselves independent. The government formally accepted the Paris-arranged declarations of independence, but required however that the countries sign a so-called „Pact for the continuation of the colonialisatioin “. Through this they committed themselves to introduce the French colonial currency FCFA („francs for the colonies of France in Africa “) to maintain the French training and military system and to establish French as official language.

Due to this law 14 African states are obligated still to deliver about 85 per cent of their currency reserves into the French central bank in Paris. There they are subordinate to direct control of the French Treasury. The countries concerned do not have access to this part of their reserves. If the remaining 15 per cent of their reserves should not be sufficient for their needs, they must borrow back their funds from the French Treasury at usual market interest. Since 1961 of Paris has controlled the currency reserves of Benin, Burkina Faso, Guinea-Bissau, the Ivory Coast, Mali, the Niger, Senegal, Togo, Cameroon, Central African republic, Chad, the Congo, Equatorial Guinea and Gabon.

In addition,  these countries must transfer annually to France a sum needed to pay off their "colonial debts for the infrastructure established by France at Paris during colonisation. Thus France takes approximately 440 billion euros each year. The government in Paris has also a purchase option on all recently discovered raw material deposits in the African countries. And finally French enterprises must be given priority for all commercial orders in the ex colonies preferentially. As consequence they control most of the net business in the supply of finances, transport, energy and agriculture through French companies.

The leadership of these countries are obliged to follow the  demands of France.. If the African politicians should refuse, an assassination attempt or the fall of the government awaits them. In the last 50 years altogether 67 coups in 26 African countries took place. 16 of these 26 countries was former colonies of France.

An example for this is a first president West African Togo, Sylvanus Olympio. He refused signing the Colonial Pact . But France insisted on the fact that Togo compensation pays for the infrastructure, which the Frenchmen had established during the colonial age. The sum amounted annually to approximately 40 per cent of the household of Togo in the year 1963 and brought the straight only independent country fast to its economical borders.

Beyond that the new president of Togo decided to abolish the French colonial currency FCFA and to print its own national currency. Only three days after this decision the new government of a group of former Foreign Legionnaires was fallen and the president was killed. The leader of the Legionäre, Gnassingbe Eyadema, kept 550 euros converted from the local French message for the assassination attempt, as the British telegraph reports. Four years later Eyadema with support became from of Paris a new president of Togo. It established a tyrannische dictatorship in the West African country and held themselves up to its death in the year 2005 at power.

In the following years the government always fell back into of Paris former Foreign Legionnaires, in order to fall unpleasant governments in the ex colonies. Thus the first president of the Central African Republic of, was fallen David Dacko, in the year 1966 by former members of the Fremdenlegion. Likewise it was issued the president Burkina Fasos, Maurice Yaméogo, and president of Benin, Mathieu Kérékou. And also the first president of the Republic of Mali, Modiba Keita, fell in the year 1968 a putsch from ex-Legionären to the victim. Only few years before also it had decided to abolish the French colonial currency.

In contrast to it other colonial powers of such measures said good-bye. Great Britain had to already learn its lesson in the course of the American revolution of 1763. Cause was the decision of Great Britain to put to the American colonies on the costs of the straight terminated Frenchman and Indian war. The protest against it flowed into „Boston Tea party “and finally in the war of independence and the establishment of the United States 1776. In the year 1778 the British parliament adopted „the rating OF Colonies act “. Therein Great Britain did in the future taxes and deliveries without conversions in the colonies „British to America “and „British west Indies “.

Same is valid for the former colonies Australia and Canada. These belong still to „the Commonwealth OF nation “and are subordinate thereby formally to the British royal house, but the tax highness is appropriate at the latest since the declaration of independence of the countries at the beginning the 20. Century exclusive at the there governments.

Also the former colonial power the Netherlands does not raise any taxes more on its former spheres of influence in South America and Southeast Asia. In Southeast Asia are finances at the beginning the 20. Century due to devastating wars so disastrous been that the Netherlands had to support their colonies regularly financially. The kingdom separated from a majority of its colonies already at the beginning the 19. Century. The Netherlands Antilles left the kingdom last in October 2010. Only the Caribbean islands Aruba, Curaçao and Sint Maarten are still a component of the kingdom of the Netherlands.

The political elite of France does not intend to  eliminate these relics from the colonial age nor to dismiss the former colonies into complete independence. Rather  Paris seems to worry that to do so would sink France without the incomes from Africa in economic insignificance. Already former French president Jacques Chirac said in March 2008: „Without Africa France would slip into the rank of a third world country. “

France and Africa relations: France plunders 440 billion Euros per year from Africans

Kimpavitapress, December 26, 2016   

A German financial newspaper revealed that France is looting 440 billion euros each year to Africans through the CFA Franc currency.

The CFA Franc is One of two African regional currencies backed by the French treasury, and pegged to the euro. CFA franc can refer to two either the Central African CFA franc or the West African CFA franc. Although they are separate currencies, the two are effectively interchangeable as they have the same monetary value against other currencies. However, they could theoretically have different values only if France decides it.

The CFA franc was created in 1945 following the end of the Second World War. Previously, French colonies had their currencies pegged to the French franc, but the Bretton Woods Agreement ratified in 1945 had the French franc pegged to the dollar, devaluing the French Franc. By creating a new currency, the CFA Franc, France was able to avoid devaluating currencies in its colonies

Between 1945 and 1958 CFA stood for “colonies françaises d’Afrique”, referring to former African colonies of France. Between 1958 and the independence of the nations using the CFA in the early 1960s stood for “communauté françaises d’Afrique” (French Community of Africa). Finally after independence and to this day it stands for “Communauté financière d’Afrique” (African Financial Community)

“The French government collects from its former colonies each year 440 billion euros of taxes. France relies on the revenues coming from Africa, so as not to sink into economic insignificance.”

Here the German version of the story:
 

Frankreich kann seinen Status nur mit Ausbeutung der ehemaligen Kolonien halten

Deutsche Wirtschafts Nachrichten, 15.03.15 

Der französische Staat kassiert von seinen ehemaligen Kolonien jährlich 440 Milliarden Euro an Steuern. Frankreich ist auf die Einnahmen angewiesen, um nicht in der wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit zu versinken, warnt der ehemalige Präsident Jacques Chirac. Der Fall zeigt: Eine gerechte Welt ist schwer möglich, weil die ehemaligen Kolonialmächte von der Ausbeutung selbst abhängig geworden sind. 

In den 1950er- und 60er-Jahren entschieden die afrikanischen Kolonien Frankreichs, sich unabhängig zu machen. Zwar akzeptierte die Regierung in Paris die Unabhängigkeitserklärungen formal, verlangte jedoch, dass die Länder einen sogenannten „Pakt zur Fortsetzung der Kolonialisierung“ unterzeichnen. Darin verpflichteten sie sich, die französische Kolonialwährung FCFA („Franc für die Kolonien Frankreichs in Afrika“) einzuführen, das französische Schul- und Militärsystem beizubehalten und Französisch als Amtssprache zu etablieren.

Aufgrund dieses Gesetzes sind 14 afrikanische Staaten nach wie vor dazu verpflichtet, etwa 85 Prozent ihrer Währungsreserven in der französischen Zentralbank in Paris zu lagern. Dort unterstehen sie der direkten Kontrolle des französischen Finanzministeriums. Die betroffenen Länder haben keinen Zugang zu diesem Teil ihrer Reserven. Sollten ihre verbleibenden 15 Prozent Reserven nicht ausreichen, müssen sie sich die zusätzlichen Mittel vom französischen Finanzministerium zu marktüblichen Zinsen leihen. Seit 1961 kontrolliert Paris so die Währungsreserven von Benin, Burkina Faso, Guinea-Bissau, Elfenbeinküste, Mali, Niger, Senegal, Togo, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Kongo, Äquatorialguinea und Gabun.

Zudem müssen diese Länder jährlich ihre „kolonialen Schulden“ für die von Frankreich errichtete Infrastruktur an Paris überweisen, wie Silicon Africaausführlich berichtet. So nimmt Frankreich rund 440 Milliarden Euro jedes Jahr ein. Die Regierung in Paris verfügt auch über ein Vorkaufsrecht auf alle neuentdeckten Rohstoffvorkommen in den afrikanischen Ländern. Und schließlich müssen französische Unternehmen bei der Vergabe von Aufträgen in den Ex-Kolonien bevorzugt behandelt werden. Als Folge dessen befinden sich dort die meisten Vermögenswerte in den Bereichen Versorgung, Finanzen, Transport, Energie und Landwirtschaft in den Händen französischer Konzerne.

Die Führungselite der jeweiligen Länder hat keine andere Wahl als die Forderungen zu erfüllen. Sollten sich die afrikanischen Politiker weigern, droht ihnen ein Attentat oder der Sturz der Regierung. In den letzten 50 Jahren fanden insgesamt 67 Coups in 26 afrikanischen Ländern statt. 16 dieser 26 Länder waren ehemalige Kolonien Frankreichs.

Ein Beispiel hierfür ist der erste Präsident des westafrikanischen Togo, Sylvanus Olympio. Er weigerte sich den „Pakt zur Fortsetzung der Kolonialisierung“ zu unterzeichnen. Doch Frankreich bestand darauf, dass Togo Entschädigung für die Infrastruktur zahlt, die die Franzosen während der Kolonialzeit errichtet hatten. Die Summe belief sich jährlich auf rund 40 Prozent des Haushaltes von Togo im Jahr 1963 und brachte das gerade erst unabhängige Land schnell an seine wirtschaftlichen Grenzen.

Darüber hinaus entschied der neue Präsident Togos, die französische Kolonialwährung FCFA abzuschaffen und eine eigene Landeswährung zu drucken. Nur drei Tage nach dieser Entscheidung wurde die neue Regierung von einer Gruppe ehemaliger Fremdenlegionäre gestürzt und der Präsident getötet. Der Anführer der Legionäre, Gnassingbe Eyadema, erhielt umgerechnet 550 Euro von der lokalen französischen Botschaft für das Attentat, wie der britische Telegraph berichtet. Vier Jahre später wurde Eyadema mit Unterstützung aus Paris der neue Präsident von Togo. Er etablierte eine tyrannische Diktatur in dem westafrikanischen Land und hielt sich bis zu seinem Tod im Jahr 2005 an der Macht.

In den folgenden Jahren griff die Regierung in Paris immer wieder auf ehemalige Fremdenlegionäre zurück, um unliebsame Regierungen in den Ex-Kolonien zu stürzen. So wurde der erste Präsident der Zentralafrikanischen Republik, David Dacko, im Jahr 1966 durch ehemalige Mitglieder der Fremdenlegion gestürzt. Ebenso erging es dem Präsidenten Burkina Fasos, Maurice Yaméogo, und dem Präsidenten von Benin, Mathieu Kérékou. Und auch der erste Präsident der Republik Mali, Modiba Keita, fiel im Jahr 1968 einem Putsch von Ex-Legionären zum Opfer. Nur wenige Jahre zuvor hatte auch er beschlossen, die französische Kolonialwährung abzuschaffen.

Im Gegensatz dazu haben sich die anderen Kolonialmächte von solchen Maßnahmen verabschiedet. Großbritannien musste seine Lektion bereits im Zuge der Amerikanischen Revolution von 1763 lernen. Auslöser war die Entscheidung Großbritanniens, den amerikanischen Kolonien die Kosten für den gerade beendeten Franzosen- und Indianerkrieg aufzubürden. Der Protest dagegen mündete in der „Boston Tea Party“ und schließlich im Unabhängigkeitskrieg und der Gründung der Vereinigten Staaten 1776. Im Jahr 1778 verabschiedete das britische Parlament den „Taxation of Colonies Act“. Darin verzichtete Großbritannien künftig auf Steuern und Abgaben auf Umsätze in den Kolonien „British America“ und „British West Indies“.

Gleiches gilt für die ehemaligen Kolonien Australien und Kanada. Zwar gehören diese nach wie vor zum „Commonwealth of Nations“ und unterstehen damit formal dem britischen Königshaus, doch die Steuerhohheit liegt spätestens seit der Unabhängigkeitserklärung der Länder Anfang des 20. Jahrhunderts ausschließlich bei den dortigen Regierungen.

Auch die ehemalige Kolonialmacht Niederlande erhebt keinerlei Steuern mehr auf seine ehemaligen Einflussgebiete in Südamerika und Südostasien. In Südostasien seien die Finanzen Anfang des 20. Jahrhunderts aufgrund verheerender Kriege so desaströs gewesen, dass die Niederlande ihre Kolonien regelmäßig finanziell stützen mussten. Das Königreich trennte sich von einem Großteil seiner Kolonien bereits Anfang des 19. Jahrhunderts. Zuletzt verließen die niederländischen Antillen im Oktober 2010 das Königreich. Lediglich die Karibikinseln Aruba, Curaçao und Sint Maarten sind nach wie vor Bestandteil des Königreichs der Niederlande.

Die politische Elite Frankreichs denkt dagegen nicht im Geringsten daran, die Relikte aus der Kolonialzeit zu beseitigen und die ehemaligen Kolonien in die vollständige Unabhängigkeit zu entlassen. Vielmehr scheint in Paris die Befürchtung vorzuherrschen, dass man ohne die Einnahmen aus Afrika in der wirtschaftlichen Bedeutungslosigkeit versinken könnte. Schon der ehemalige französische Präsident Jacques Chirac sagte im März 2008: „Ohne Afrika würde Frankreich in den Rang eines Drittweltlandes abrutschen.“

Loose machine translation:

France can hold its status only with exploitation of the former colonies

The French state takes from its former colonies annually 440 billion euros in taxes. France is dependant on the incomes, in order not to sink in economic insignificance, warns former president Jacques Chirac. The case shows: A fair world is with difficulty possible, because former colonial powers became dependant on the exploitation.

In the 1950er and 60's-years the African colonies of France decided to make themselves independent. The government formally accepted the Paris-arranged declarations of independence, but required however that the countries sign a so-called „Pact for the continuation of the colonialisatioin “. Through this they committed themselves to introduce the French colonial currency FCFA („francs for the colonies of France in Africa “) to maintain the French training and military system and to establish French as official language.

Due to this law 14 African states are obligated still to deliver about 85 per cent of their currency reserves into the French central bank in Paris. There they are subordinate to direct control of the French Treasury. The countries concerned do not have access to this part of their reserves. If the remaining 15 per cent of their reserves should not be sufficient for their needs, they must borrow back their funds from the French Treasury at usual market interest. Since 1961 of Paris has controlled the currency reserves of Benin, Burkina Faso, Guinea-Bissau, the Ivory Coast, Mali, the Niger, Senegal, Togo, Cameroon, Central African republic, Chad, the Congo, Equatorial Guinea and Gabon.

In addition,  these countries must transfer annually to France a sum needed to pay off their "colonial debts for the infrastructure established by France at Paris during colonisation. Thus France takes approximately 440 billion euros each year. The government in Paris has also a purchase option on all recently discovered raw material deposits in the African countries. And finally French enterprises must be given priority for all commercial orders in the ex colonies preferentially. As consequence they control most of the net business in the supply of finances, transport, energy and agriculture through French companies.

The leadership of these countries are obliged to follow the  demands of France.. If the African politicians should refuse, an assassination attempt or the fall of the government awaits them. In the last 50 years altogether 67 coups in 26 African countries took place. 16 of these 26 countries was former colonies of France.

An example for this is a first president West African Togo, Sylvanus Olympio. He refused signing the Colonial Pact . But France insisted on the fact that Togo compensation pays for the infrastructure, which the Frenchmen had established during the colonial age. The sum amounted annually to approximately 40 per cent of the household of Togo in the year 1963 and brought the straight only independent country fast to its economical borders.

Beyond that the new president of Togo decided to abolish the French colonial currency FCFA and to print its own national currency. Only three days after this decision the new government of a group of former Foreign Legionnaires was fallen and the president was killed. The leader of the Legionäre, Gnassingbe Eyadema, kept 550 euros converted from the local French message for the assassination attempt, as the British telegraph reports. Four years later Eyadema with support became from of Paris a new president of Togo. It established a tyrannische dictatorship in the West African country and held themselves up to its death in the year 2005 at power.

In the following years the government always fell back into of Paris former Foreign Legionnaires, in order to fall unpleasant governments in the ex colonies. Thus the first president of the Central African Republic of, was fallen David Dacko, in the year 1966 by former members of the Fremdenlegion. Likewise it was issued the president Burkina Fasos, Maurice Yaméogo, and president of Benin, Mathieu Kérékou. And also the first president of the Republic of Mali, Modiba Keita, fell in the year 1968 a putsch from ex-Legionären to the victim. Only few years before also it had decided to abolish the French colonial currency.

In contrast to it other colonial powers of such measures said good-bye. Great Britain had to already learn its lesson in the course of the American revolution of 1763. Cause was the decision of Great Britain to put to the American colonies on the costs of the straight terminated Frenchman and Indian war. The protest against it flowed into „Boston Tea party “and finally in the war of independence and the establishment of the United States 1776. In the year 1778 the British parliament adopted „the rating OF Colonies act “. Therein Great Britain did in the future taxes and deliveries without conversions in the colonies „British to America “and „British west Indies “.

Same is valid for the former colonies Australia and Canada. These belong still to „the Commonwealth OF nation “and are subordinate thereby formally to the British royal house, but the tax highness is appropriate at the latest since the declaration of independence of the countries at the beginning the 20. Century exclusive at the there governments.

Also the former colonial power the Netherlands does not raise any taxes more on its former spheres of influence in South America and Southeast Asia. In Southeast Asia are finances at the beginning the 20. Century due to devastating wars so disastrous been that the Netherlands had to support their colonies regularly financially. The kingdom separated from a majority of its colonies already at the beginning the 19. Century. The Netherlands Antilles left the kingdom last in October 2010. Only the Caribbean islands Aruba, Curaçao and Sint Maarten are still a component of the kingdom of the Netherlands.

The political elite of France does not intend to  eliminate these relics from the colonial age nor to dismiss the former colonies into complete independence. Rather  Paris seems to worry that to do so would sink France without the incomes from Africa in economic insignificance. Already former French president Jacques Chirac said in March 2008: „Without Africa France would slip into the rank of a third world country. “

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  • : Congo Panorama. Le blog du soldat du peuple: Par Antoine Roger Lokongo, le Soldat du Peuple engagé dans la bataille des idées pour un Congo meilleur. Un Congo qui s'assume et devient un parténaire clé de la Chine, hier un pays sous-développé, qui, en un lapse de temps, a changé son destin en comptant sur ses propres efforts et devenu une puissance.
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  • : A partir des idées de mes héros, Patrice Emery Lumumba et Laurent Désiré Kabila, je suis l'actualité politique de mon pays, la République Démocratique du Congo en partuclier et de l'Afrique en général et je donne mes commentaires. Antoine Roger Lokongo
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Hymne des Opprimés

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Il n’y a point de doute d’abattre l’exploitation et de créer une juste société.

Notre serment est de ne jamais échouer,
enjoignons toutes nos forces en un faisceau,
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car ces CPP sont la force du peuple.


Dans sa noble cause,
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Pour les opprimés,
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Laurent Désiré Kabila,
lâchement assassiné le 16 janvier 2001.

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